Direkt zum Seiteninhalt

R5561 - Luftkriegsarchiv Köln

Menü überspringen
Menü überspringen

R5561

Abstürze > der R.A.F.

Beim 1000-Bomberangriff auf Köln in der Nacht vom 31. Mai 1942 stürzten mehrere britische Bomber durch Flakbeschuss oder durch den Beschuss von deutschen Nachtjägern in und um Köln ab.
Die Lancaster I, R5561 geriet in die Lichtkegel der Flak-Scheinwerfer Abt. 159 und wurde daraufhin von der Flak beschossen und getroffen. Sie stürzte bei Niederaussem auf freiem Feld ab und brannte vollständig aus. Niemand der Besatzung hat den Absturz überlebt, die verkohlten Leichen der Crew wurden geborgen und auf dem Kölner Südfriedhof beigesetzt.
Nach einer Notiz des Pfarrers von Niederaußem stießen in dieser Nacht zwei Flugzeuge über Niederaußem zusammen und explodierten. Dafür gibt es aber keinen gesicherten Nachweis. Nachweislich ist, dass die R5561 von der Flak abgeschossen worden.
Ein weiterer Bomber (Halifax II, W7707)  ist jedoch in dieser Nacht über Niederaußem in der Luft explodiert. (siehe W7707)

Ein weitere Fehler in der Geschichte des Absturzes der R5561 ist in der Dienstakte des Kanadiers John Douglas Patey zu finden. Bei seiner Exhumierung auf dem Kölner Südfriedhof fand man in einem Grab die sterblichen Überreste mehrerer Personen. Da seit dem Absturz mehr als vier Jahre vergangen waren, konnte keine genaue Zuordnung der einzelnen Personen zu den verschiedenen Abstürzen gemacht werden. Und so wurde im Protokoll festgelegt, dass die Lancaster R5561 in der Wipperfürther Str. in Köln-Kalk abgestürzt ist. Diese Angabe ist jedoch falsch. Denn dieser Absturz fand bereits am 28.04.1942 statt und ist im Polizeibericht der Stadt Köln zu diesem Tag protokolliert. Es handelte sich dabei um die Wellington X3700, die beim Aufschlag in Brand geriet. Auch hier waren die geborgenen Leichen völlig verbrannt. Eine Identifikation fand erst Jahre später bei der Exhumierung statt. (siehe X3700)

Quellen. Zusätzliche Informationen zum Absturz verdanke ich Johannes Hübner von den Heimatfreunden-Niederaußem.




oben:
Die Absturzgegend der Lancaster R5561. Ein genauer Absturzort ist nicht nachweisbar.



links:
Trümmer der abgestürzten Lancaster bei Niederaußem.
oben:
Die Grablagen der Crew auf dem Kölner Südfriedhof.










links:
Sterbefallnachweis für Pilot Officer Benson Usher , Royal New Zealand Air-Force









links:

In der kanadischen Dienstakte von P/O John Douglas Patey ist im Exhumierungsprotokoll als Absturzort "Wipperfürther Str., Köln-Kalk" angegeben. Diese Ortsbezeichnung ist nachweislich falsch.
Zurück zum Seiteninhalt