PD338
Abstürze > der R.A.F.
Auf dem Rückflug vom Bombenangriff auf Düsseldorf wurde die Lancaster I, PD338 in einer Flughöhe von ca. 5.500 Metern von Nachtjägern angegriffen.
Hptm. Fritz Lau vom 4./NJG 1 verfolgte das Flugzeug mit seiner Bf 110 und fügte ihm schwere Treffer in den Tragflächen, im Steuerbordmotor und in den Benzintanks zu, worauf die Lancaster sofort in Flammen aufging. Ein Motor brach aus der Verankerung und die Maschine war nicht mehr steuerbar. Verletzt wurde bei dem Beschuss niemand und so gab der Pilot den Befehl zum Ausstieg.
Völlig außer Kontrolle raste die Maschine lichterloh brennend zu Boden und schlug ca. 200m. neben dem Gehöft "Klein-Sasserhof", etwa 2 km westlich von Dormagen, auf freiem Feld auf und brannte völlig aus.
Fl/Sgt. Collings, Sgt. Hale und Fl/Sgt. Scott wurden unmittelbar nach ihrer Landung am Boden von Polizeibeamten aus Worringen festgenommen und gerieten so in Deutsche Kriegsgefangenschaft. Der Pilot, Fl/O Smith konnte sich verstecken und schlug sich von Düsseldorf bis nach Aachen durch, aber sechs Tage nach dem Absturz war auch für ihn die Freiheit zu Ende. Er wurde von Deutschen Wehrmachtssoldaten festgenommen und geriet ebenfalls in Kriegsgefangenschaft.
Fl/Sgt. Davidson hat den Absprung nicht überlebt, ob sich sein Fallschirm nicht öffnete oder er sich beim Auftreffen auf den Boden tödlich verletzte, ist nicht rekonstruierbar. Er wurde auf Worringer Gebiet tot aus einem Feld geborgen und wurde auf dem Friedhof von Worringen bestattet.
Die Leiche von Fl/Sgt. Reed wurde am nächsten Morgen auf einem Feld in der Nähe von Dormagen aufgefunden, wahrscheinlich hatte sich sein Fallschirm nicht vollständig geöffnet. Er wurde auf dem Dormagener Friedhof beigesetzt.
links:
Die Absturzstelle der Lancaster PB338 beim "Klein-Sasserhof"
unten:
Die Grablagen der beiden getöteten Crewmitglieder