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PB722 - Luftkriegsarchiv Köln

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PB722

Abstürze > der R.A.F.

Beim Rückflug vom Bombenangriff auf Dortmund wurde die Lancaster PB722, die mit einer ausschließlich polnischen Besatzung flog, über Leverkusen von der Flak getroffen und explodierte. Die Lancaster stürzte brennend in Leverkusen-Edelrath ab und brannte vollständig aus.
Einige aus der Crew konnten noch mit dem Fallschirm abspringen, drei Besatzungsmitglieder landeten in von Alliierten besetztem Gebiet und konnten nach England zurückkehren, zwei weitere gerieten in Deutsche Kriegsgefangenschaft. Sgt. Modrany und Fl/Lt. Konarzewski kamen ums Leben.
Dennoch gibt es über die Bergung der Toten einige widersprüchliche Aussagen.

In einem Bericht über den Absturz ist vermerkt,  
"das die Zahl der Insassen nicht ermittelt werden konnte. Das Flugzeug war völlig ausgebrannt, Insassen konnten weder lebend noch tot geborgen werden. An der Absturzstelle wurde eine Erkennungsmarke mit der Aufschrift Jan Konazewski, 76636 PAF gefunden. Die Erkennungsmarke wurde von der deutschen Wehrmacht mitgenommen".
Im Luftkriegstagebuch von Leverkusen-Opladen heißt es jedoch widersprüchlich:
"Ein feindlicher 4 motoriger Bomber stürzte in Edelrath ab. Die Besatzung wurde z.Teil verbrannt unter den Trümmern des Flugzeugs tot geborgen".

Welche dieser beiden Versionen wirklich stimmt, lässt sich heute nicht mehr endgültig klären.  Daher ist bis heute die Erstgrablage vom Piloten, Fl/Lt Jan Konarzewski ungeklärt.

Sgt. Stanislaw Modrany landete schwer verletzt in Bergisch-Gladbach/Hebborner Hof, erlag aber seinen Verletzungen und wurde auf dem Katholischen Friedhof in Bergisch-Gladbach bestattet.

zusätzliche Quellen:
Stadtarchiv Bergisch-Gladbach
Stadtarchiv Leverkusen






oben:
Der Absturzort der PB722 und der Auffindeort von  Sgt. Stanislaw Modrany.

links:
Der Pilot, Fl/Lt. Jan Konarzewski
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