PB648
Abstürze > der R.A.F.
Bei dem verheerenden Bombenangriff auf Düren zerstörten 485 Lancaster, unterstützt von zahlreichen Mosquitos, die gesamte Innenstadt von Düren.
Nach 21 Minuten des Bombardement waren 3.100 Tote zu beklagen, die Stadt war zu über 95% zerstört. Am 19. November 1944 wurde die restliche Bevölkerung von Düren evakuiert und kehrte erst im Februar/März 1945 in das Trümmerfeld zurück.Augenzeugen oder Aufzeichnungen über die Abstürze der drei Lancaster über Düren gibt es nicht. Die Zuordnung, welches Flugzeug wo genau im Stadtgebiet abstürzte, ist kaum vorzunehmen und kann nur anhand der Dokumente und Unterlagen der alliierten Bergeeinheiten annähernd beschrieben werden.
Der sehr wahrscheinlich Absturzort der Lancaster PB648 ist in oder in unmittelbarer Nähe der RIEMANN-KASERNE anzunehmen. Diese Kaserne war bei der Bombardierung nicht getroffen worden, lediglich ein Häuserblock wurde zerstört. Ob diese Zerstörung auf den Absturz der PB648 zurückzuführen ist, ist spekulativ.
Da das Flugzeug mit voller Bombenlast während des laufenden Bombenangriffs abstürzte, waren nur noch Fragmente der Besatzungsmitglieder in dem völlig zerstörten Flugzeugwrack zu finden. Sie wurden erst nach der Einnahme von Düren durch alliierte Truppen am 31.10.1945 von dem britischen Sgt/Major Thompson in drei Gräbern in unmittelbarer Nähe des Absturzes bestattet. Eine Identifikation war aufgrund der schweren Verstümmelungen und der Tatsache, dass die Leichen schon mehrere Monate offen lagen, nicht möglich.
Sgt. Joseph Edmund Leaman wurde erst im März 1945 von alliierten Gräberkommandos in den „Trümmern der Innenstadt“ von Düren gefunden, eine genaue Ortsbeschreibung ist nicht überliefert. Er wurde auf dem Henri Capelle American Cemetery in Belgien bestattet. Im Juli 1947 wurde er exhumiert und nach Hotton British Cemetery umgebettet.
oben:
Der Absturzort der PB648 an der RIEMANN-Kaserne, am Ortsrand von Düren.
links:
Der Pilot der PB648,
Fl/O. Edward Thomas Coles, RCAF