NG238
Abstürze > der R.A.F.
Bei dem verheerenden Bombenangriff auf Düren zerstörten 485 Lancaster, unterstützt von zahlreichen Mosquitos, die gesamte Innenstadt von Düren.
Nach 21 Minuten des Bombardement waren 3.100 Tote zu beklagen, die Stadt war zu über 95% zerstört. Am 19. November 1944 wurde die restliche Bevölkerung von Düren evakuiert und kehrte erst im Februar/März 1945 in das Trümmerfeld zurück.Augenzeugen oder Aufzeichnungen über die Abstürze der drei Lancaster über Düren gibt es nicht. Die Zuordnung, welches Flugzeug wo genau im Stadtgebiet abstürzte, ist kaum vorzunehmen und kann nur anhand der Dokumente und Unterlagen der alliierten Bergeeinheiten annähernd beschrieben werden.
Ebenso verhält es sich mit der Erstgrablage der Besatzungen. Es sind zwar mehrere Massengräber dokumentiert Da die Leichen der Besatzungen jedoch mehrere Monate in der Stadt im Freien lagen, war die Zersetzung schon weit fortgeschritten, als sie im März und im November 1945 geborgen und bestattet wurden. Eine exakte Zuordnung der gefundenen Leichen und Leichenteile zu bestimmten Personen war nur in zwei Fällen möglich, die anderen sterblichen Überreste wurden in Mässengräbern beigesetzt.
Die Lancaster NG238 bricht nach Flakbeschuss durch eine Explosion in der Luft auseinander. Der Kugelturm stürzte in die kleine Fabrikanlage der Familie Gothe in der Rütger-von Scheven Str. 25. Hier wird die Leiche von Sgt. Henry Sapsed gefunden, das einzige identifizierte Mitglied der Crew.
Die Motoren (ob es sich um mehrere oder alle Motore gehandelt hat, lässt sich heute nicht mehr nicht klären) fallen in der Nähe der Statue der Jungfrau Maria am alten Teich zu Boden. Die gesamten Trümmer der Maschine werden unmittelbar nach dem Krieg von Schrotthändlern an mehreren Orten im Dürener Stadtgebiet geborgen und z.T. völlig demontiert. Daher ist nur durch wenige erhaltene Wrackteile eine Identifikation der einzelnen Flugzeuge möglich
Alle anderen Toten der NG238 und der NF979 werden erst im März 1945, nach der Einnahme Dürens durch alliierte Truppen und der Rückkehr der evakuierten Bevölkerung, gefunden und in Massengräbern bestattet. Eine genaue Identifizieren der Toten fand dabei nicht statt und war auch nach deren Exhumierung im September 1946 nicht mehr möglich.
oben:
Die Fundorte der einzelnen Wrackteile der NG238 im völlig zerstörten Stadtkern von Düren.
Ganz oben anhand einer zeitgenössischen Stadtkarte, darunter die einzelnen Fundorte auf einer neueren Karte.
links:
Der Pilot der Lancaster NG238,
Fl/O James Ross Copland, RNZAF
Quelle: aircrewremembered.com