NF979
Abstürze > der R.A.F.
Bei dem verheerenden Bombenangriff auf Düren zerstörten 485 Lancaster, unterstützt von zahlreichen Mosquitos, die gesamte Innenstadt von Düren.
Nach 21 Minuten des Bombardement waren 3.100 Tote zu beklagen, die Stadt war zu über 95% zerstört. Am 19. November 1944 wurde die restliche Bevölkerung von Düren evakuiert und kehrte erst im Februar/März 1945 in das Trümmerfeld zurück.
Augenzeugen oder Aufzeichnungen über die Abstürze der drei Lancaster ( NF979, PB648 und NG238) über Düren gibt es nicht. Die Zuordnung, welches Flugzeug wo genau im Stadtgebiet abstürzte, ist kaum vorzunehmen und kann nur anhand der Dokumente und Unterlagen der alliierten Bergeeinheiten annähernd beschrieben werden.
Ebenso verhält es sich mit der Erstgrablage der Besatzungen. Es sind zwar mehrere Massengräber dokumentiert Da die Leichen der Besatzungen jedoch mehrere Monate in der Stadt im Freien lagen, war die Zersetzung schon weit fortgeschritten, als sie im März und im November 1945 geborgen und bestattet wurden. Eine exakte Zuordnung der gefundenen Leichen und Leichenteile zu bestimmten Personen war nur in zwei Fällen möglich, die anderen sterblichen Überreste wurden in Massengräbern beigesetzt.
Die Lancaster NF 979 stürzte nach Flakbeschuß mit großer Wahrscheinlichkeit in der Nähe des „Stadtgarten“ (heute „Willi Brand-Park“) ab. Nur wenige Flugzeugreste konnten zum Kriegsende gefunden und zugeordnet werden.
Die sterblichen Überreste der Crew wurden im Frühjahr 1945 gemeinsam mit den Toten der Lancaster NG238 in einem Massengrab im Stadtgarten bestattet. Im Dezember 1946 wurden sie in ein Gemeinschaftsgrab auf den Venray British Cemetery in den Niederlanden umgebettet.
oben:Der Pilot der NF979,Fl/O John Graham Anderson, RNZAF
oben:Der Flug Ingenieur der NF979Sgt. Phillip Charles Maurice Russell