LW716
Abstürze > der R.A.F.
An diesem Tag stürzten zwei britische Bomber am Ortsrand von Düren ab. Beide waren auf dem Rückflug vom Bombenangriff auf Bochum. (siehe auch NR132)
Eine der beiden Maschinen war die Halifax III, LW716 unter dem Kommando von Pilot Officer Donald Keith Harris, einem 20jährigen Neuseeländer. Sie wurden von Nachtjäger des Nachtjagdgeschwaders 1 angegriffen, darunter auch der erfahrene Oblt. Hans Heinz Augenstein vom 12./ NJG 1.
Er traf die Halifax, sie geriet in Brand und stürzte gegen 19:50 Uhr in einem Feld zwischen der Merzenicher Straße und der Aachener Straße, nahe der Bahnstrecke Düren-Euskirchen, ab.
Beim Aufschlag explodierte das Wrack und brannte mehrere Stunden. Drei tote Besatzungsmitglieder wurden noch in der Nacht, völlig verbrannt und stark verstümmelt, aus dem Wrack geborgen und unmittelbar neben der Absturzstelle ohne Särge beerdigt. Am nächsten Morgen ordnete jedoch ein Offizier der Luftwaffe, der zum Bergekommando gehörte an, die Toten auszugraben und auf dem Friedhof im nahe gelegenen Merzenich beizusetzen.
Ein weitere Toter der Besatzung wurde erst am nächsten Morgen auf den Gleisen der Bahnstrecke Düren-Euskirchen gefunden. Er wurde mit den Toten der anderen abgestürzten Maschine (NR132) auf dem neuen Friedhof in Düren beigesetzt.
Im Oktober 1946 wurden alle Toten exhumiert und auf den Reichswald Forest Britisch Cemetery zur letzten Ruhe gebettet.
Lediglich Sgt. Kenneth Charles Davis hat den Absturz überlebt und geriet in Deutsche Kriegsgefangenschaft.
oben:
Der Absturzort der Halifax III, LW716 am Ortsrand von Düren
links:
Die Erstgrablagen der Crew in Merzenich und Düren