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LM441 - Luftkriegsarchiv Köln

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LM441

Abstürze > der R.A.F.

811 Bomber waren in dieser Nacht auf dem Weg zu einem Bombenangriff auf Berlin, 72 Maschinen kehrten von diesem Einsatz nicht mehr nach England zurück.
Sehr starker Ostwind machte den Piloten zu schaffen und zog den engen Bomberstrom auseinander, leichtes Ziel für die Deutschen Nachtjäger.
Fünfzig Maschinen fielen der Flak zu Opfer, so auch die Lancaster LM441, die auf dem Rückflug von Berlin im Bereich der 7.Flak-Division in heftiges Flakfeuer geriet.
Schwer getroffen stürzte die Maschine gegen 01:00 etwa 1 km südlich von Bergheim auf freiem Feld ab, explodierte bei Aufschlag und brannte vollständig aus.

Noch in der Nacht wurden drei tote Besatzungsmitglieder im Umkreis des Absturzortes geborgen. Sie hatten wohl noch versucht, mit dem Fallschirm abzuspringen, aber die Absprunghöhe war zu gering. So schlugen sie ungebremst auf dem Boden auf und waren sofort tot. Sie wurden noch in der Nacht jeweils in einen Sarg gelegt und am 28.03.1944 als "unbekannte Soldaten" auf dem Friedhof in Bergheim beigesetzt.

Ein Bericht zur Bergung der Besatzung gibt an, dass Stunden nach dem Absturz in der völlig ausgebrannten Maschine  "drei völlig verbrannte Leichen, welche nur noch ein Klumpen waren, geborgen werden. Sie wurden ebenfalls in zwei Särgen bestattet und auf dem Friedhof in Bergheim bestattet".
Bei der 1947 durchgeführten Umbettung wurden lediglich vier Besatzungsmitglieder identifiziert (Grove, Holland, Thompson, Tvrdeich) und zum Rheinberg War Cemetery überführt. Jackson, Johnson und Sills konnten nicht identifiziert werden und erhielten auf dem Runnymede Memorial eine Gedenkplakette.

Zusätzliche Quelle:
Stadtarchiv Troisdorf B-2946










rechts:
Der Pilot der Lancaster LM441, Fl/Lt. William George Grove.












unten links:
Der Absturzort der Lancaster LM441.


unten rechte:
Die Grablage der Besatzung auf dem Friedhof in Bergheim/Sieg.
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