LL938
Abstürze > der R.A.F.
133 Lancaster und sechs Mosquitos starteten zum Angriff auf die Treibstoff produzierenden Werke in Wesseling, südlich von Köln.
Bereits auf dem Anflug über Holland wurden die Bomber von einer großen Anzahl von Deutschen Nachtjägern angegriffen. Insgesamt 37 Lancaster fielen in dieser Nacht den Nachtjägern zum Opfer, alleine 6 Maschinen verlor die 44th Sqd, darunter auch die Lancaster LL938.
Sie wurde zuerst von der Deutschen Flak beschossen, dabei wurde W/O Leonard von Splittern getroffen. Dann gerieten sie ins Visier von Lt. Hans Schäfer vom 7./ NJG 2. Mit seiner JU 88 nahm er die Lancaster unter Beschuss und setzte mehrere Treffer, worauf die rechte Tragfläche durch auslaufenden Treibstoff in Brand geriet.
Der Pilot Russel Wood ordnete unverzüglich das Verlassen der Maschine an, was auch vier der Crewmitglieder gelang. Wood versuchte, die Lancaster zu stabilisieren und eine Notlandung auf freiem Feld durchzuführen. Wenige Meter über dem Boden berührte die Maschine jedoch eine Hochspannungsleitung, was zu einen gewaltigen Kurzschluss führte.
Die Maschine setzte gegen 01:35 Uhr bei Elsdorf-Tollhausen auf dem Boden auf, etwa 40 Sekunden danach zerriss die Explosion der mitgeführten Bomben das Flugzeug in tausende kleine Stücke. Am Ort der Explosion war ein riesiger Krater entstanden, im Umkreis von mehreren hundert Metern lagen unzählige Einzelteile der Maschine und die zerrissenen Körper der Crew.
Zuerst fand man die Leiche von Sgt. McKenzie. An Fußspuren im feuchten Untergrund konnte man erkennen, das er noch die Maschine verlassen hatte, jedoch nach etwa 30 Metern wurde er von der Wucht der Explosion getroffen und getötet. P/O Wood´s zerrissener Körper war fast 50 Meter weit geschleudert worden, in weiterer Entfernung wurden weitere Leichenteile gefunden, die ihm zugeordnet wurden. W/O Leonard wurde über einen Kilometer entfernt tot aufgefunden, sein Fallschirm hatte sich nicht geöffnet.
Alle drei Leichen und die Leichenteile wurden in zwei Särge gelegt und auf dem Friedhof in Oberembt beerdigt.
(Nach dem Krieg kam ein Investigation-Team zu der Überzeugung, das die exhumierten Leichen und Leichenteile zu vier Personen der Crew gehörten, womit der Verbleib des einzigen amerikanischen Besatzungsmitglieds,T/Sgt. Martin, geklärt war.)
Drei Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Fallschirm retten und gerieten, teils verwundet, in der Nähe von Jülich in Deutsche Kriegsgefangenschaft.
oben:
Die Absturzgegend der Lancaster LL938
mitte links:
W/O Cl.II Arthur Murray Leonard /RCAF
mitte rechts:
Der Pilot , P/O Russell Wood /RNZAF
Quelle: The Weekly News
unten links:
Sgt. Vincent McKenzie /RAF
Quelle: IBCC
unten rechts:
der Amerikaner T/Sgt Albert Emil Martin /USAF
Quelle: IBCC