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EF427 - Luftkriegsarchiv Köln

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EF427

Abstürze > der R.A.F.

Etwa 250 Flugzeuge griffen in dieser Nacht die metallverarbeitenden Werke in Remscheid an. Noch während des Angriffs geriet die EF427 in den Leuchtkegel eines Nachtscheinwerfers der Flak. Die Flak schoss sich auf die inzwischen von mehreren Flakscheinwerfern angestrahlte Maschine ein und traf sie, bevor sie ihre Bombenlast abwerfen konnte. Dennoch behielt der Pilot die Nerven und steuerte auf das mit Markierungsbomben ausgeleuchtete Bombenziel zu und warf seine Bomben ab.
 
Nach dem Abwurf steuerte die im inneren brennende Maschine auf den Rückkehrkurs zu. Ein hinter dem Flugzeug explodierendes Flak-Geschoss streute seine Schrapnellsplitter ins Innere der Maschine und verwundete Sgt Fry in der Bauchgegend. Ein weiterer Treffer traf den Vorderteil der Maschine, die daraufhin in einem steilen Winkel auf die Erde zuraste.

Aus einer Höhe von ca. 1.500 Metern sprangen drei Besatzungsmitglieder ab. Das Flugzeug raste auf die Erde zu und explodierte beim Aufprall auf einem Feld in der Nähe von Manheim und brannte völlig aus. Vier Besatzungsmitglieder fanden dabei den Tod und wurden bis heute nicht geborgen. Lediglich Gedenkplaketten erinnern auf dem Runnymede Memorial an die Toten.

Einer der Überlebenden, Sgt. Douglas Fry, hat 1998 seine Geschichte über den Absturz und seine spätere Deutsche Kriegsgefangenschaft in einem längeren Aufsatz dem Stadtarchiv Kerpen zur Verfügung gestellt. Dieser Bericht wurde 1998 von den „Heimatfreunden Kerpen e.V.“ in Heft 6 der „Beiträge zur Geschichte von Kerpen-Manheim“ veröffentlicht.
 
Über diesen Link können Sie diesen Artikel abrufen: DOUGLAS FRY (mit freundlicher Genehmigung der "Heimatfreunde Kerpen e.V.")


 
Im August 2025 fanden in der Nähe von Manheim am Rand eines großen Braunkohletagbaus Grabungen nach dem Wrack der Stirling EF427 statt. Archäologen des Landschaftsverbands Rheinland  gruben nach Hinweisen der „Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Rhein/Mosel“ nach der abgestürzten Maschine. Dabei wurden etliche Metall-und Kunststoffteile, aber auch Knochenreste und Reste einer Uniformjacke sowie weitere Artefakte gefunden. Nun hofft man, anhand der Knochenreste über einen DNA-Abgleich die Toten zu identifizieren.

Hier der Zeitungsartikel zu diesem Absturz:
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