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DT777 - Luftkriegsarchiv Köln

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DT777

Abstürze > der R.A.F.

Beim Bombenangriff auf Bochum erhielt die Halifax II, DT777 in einer Flughöhe von etwa 5.700 Metern einen Flaktreffer.  Die  4./schweren Flak Abt. 371 hatte die Halifax unter Beschuss genommen, Flaksplitter verwundeten den Bordschützen  im oberen MG-Stand, Pilot Officer Leverett, am Kopf und setzten den linken, inneren Motor in Brand. Ebenfalls war die Steuerung so stark beschädigt worden, dass die Maschine nicht mehr steuerbar war. Daraufhin ordnete der Pilot Sergeant Clay die Mannschaft zum Verlassen des Flugzeugs auf. Er war einer der Letzten, der die Maschine verließ und am Fallschirm zur Erde schwebte.

Die Halifax flog führerlos weiter und stürzte bei Oberkarthausen in der Nähe von Radevormwald auf freiem Feld ab. Die Maschine bohrte sich in den Acker, explodierte und brannte aus. Im weiten Umkreis hatten sich die Trümmer verteilt, Tote oder Überlebende wurden beim Wrack jedoch nicht gefunden.

Am nächsten Tag wurden die Trümmer des Flugzeugs von einer Bergeeinheit des Flugplatzkommandos 26/VI aus Köln-Ostheim eingesammelt und abtransportiert. Zur Bergemannschaft  gehörte auch der 19jährige Gefreite Siegfried Bruder. Er stieß bei den Aufräumarbeiten auf eine scharfe Blitzlichtbombe. Beim Aufheben explodierte sie in seinen Händen und fügte ihm schwere Verletzungen und Verbrennungen zu. Er verstarb am 16.05.1943 im Alter von 19 Jahren.

Der Flugingenieur, Sergeant Leslie Jakes , kam wohl als Letzter aus der Maschine, jedoch öffnete sich sein Fallschirm nicht und er stürzte ungebremst zu Boden. Mit gebrochenem Halswirbel wurde er östlich von Radevormwald geborgen und am 19. Mai 1943 auf dem Kölner Südfriedhof beerdigt.
Die restliche Crew landete zwischen Wuppertal, Düsseldorf, Köln und Radevormwald und geriet in Deutsche Kriegsgefangenschaft.

Quelle: Zusätzliche Informationen zum Absturz erhielt ich vom Stadtarchiv Radevormwald. Dafür meinen besten Dank !









oben:
Der Absturzort der Halifax II, DT777.

Quelle: Hilmar Selbach, Leverkusen / Recherche zum Absturz eines Halifax-Bombers am 14. Mai 1943 in Radevormwald.
       Stadtarchiv Radevormwald








links:
Sterbefallnachweis für Sgt. Leslie Jakes.
















links:
Grablage von Sgt. Leslie Jakes auf dem Kölner Südfriedhof.







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