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BK726 - Luftkriegsarchiv Köln

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BK726

Abstürze > der R.A.F.

  
Beim Anflug zum Bombenangriff auf Bochum wurde die Stirling III, BK726 von Nachtjägern angegriffen.
Ofw Fritz Schellwat vom 5./ NJG 1 traf die Maschine, die sofort in Brand geriet und mit voller Bombenlast in der Luft explodierte. Der Großteil des Flugzeugs stürzte etwa 450 Meter südlich der Landstrasse nach Erkelenz zwischen Immerath und Holzweiler  auf freiem Feld ab. Sie brannte für mehrere Stunden vollständig aus.

Fünf Besatzungsmitglieder wurden völlig verbrannt von der örtlichen Feuerwehr geborgen und nach Mönchen-Gladbach gebracht, wo sie auf dem dortigen Friedhof bestattet wurden.  
Ein Besatzungsmitglied, wahrscheinlich handelte es sich um Fl/Sgt. Donald Francis McDonald, hatte den Absturz schwer verletzt überlebt und wurde von Zivilisten geborgen.
Hier gehen die Aussagen, wie mit dem verletzten Canadier umgegangen wurde, auseinander. In einem Canadischen Report, der nach dem Krieg zur Identifizierung der Besatzung angefertigt wurde, wird berichtet, das McDonald vom Leiter der Feuerwehr  J.Verhey, geborgen wurde. Er gab ihm Wasser, doch er starb einige Stunden später. Er wird beschrieben als ein Canadier mit dunklem Haar und wulstigen Lippen.“

Anders wird die Bergung von McDonald in „ Kriegserinnerungen eines jungen Luftschutzbeauftragten“ von Walter Corsten beschrieben:
„ Absturz eines viermotorigen Bombers Richtung Holzweiler...Als ich am brennenden Flugzeug ankam, hörte ich die Munition schon explodieren. Ein Besatzungsmitglied konnte ich erkennen. Als ich auf allen Vieren näher kam, rief er „Help. Help“. Mit mehreren Leuten aus Holzweiler haben wir ihn nach Holzweiler in die Kapelle getragen, er war sehr schwer verletzt und rief immer nach „water, water“, dies alles in der Nacht. Der Holzweiler Ortsgruppenleiter Baumanns kam hinzu und sagt „ Der bekommt kein Wasser“.....Der kanadische Pilot starb noch in der Nacht.“ ….Fl/Sgt.McDonald wurde ebenfalls in Mönchen-Gladbach beigesetzt.

 Am 16.05.1943 fand man in der Kanzel des Flugzeugs noch die völlig zerstörte und verbrannte Leiche eines weiteren Crewmitglieds.  Er wurde als „unbekannter Toter“ auf dem Friedhof von Immerath beerdigt.


Zusätzliche Quellen:
Walter Corsten, „ Kriegserinnerungen eines jungen Luftschutzbeauftragten“ in : Virtuelles-museum.com
Archiv Report in: Aircrew-remenbered.com





Oben:
Die Absturzgegend der BK726 zwischen Holzweiler und Immerath










Links oben und Mitte:
Wrackteile der explodierten Stirlling III, BK726

Quelle für alle Fotos:
Archive Report in: Aircrew-remembered.com


















links unten:
drei Mitglieder der Crew

Quelle:
Archiv Report in : Aircrewremembered.com

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