BK270
Abstürze > der R.A.F.
Beim Rückflug vom Bombenangriff auf Köln wurde die Wellington III von Nachtjägern attackiert. Oblt. Hans-Dieter Frank vom 2./NJG 1 nahm in seiner Messerschmitt Bf 110 die Wellington ins Visier und erzielte mehrere Treffer. In einer Höhe von 3.800 m geriet die Maschine in Brand und verlor schnell an Höhe. Über dem Mönchengladbacher Ortsteil Gerkerath brach die Maschine auseinander.
Einige Besatzungsmitglieder versuchten noch, sich mit einem Absprung zu retten, die Absprunghöhe war jedoch zu gering und die Fallschirme öffnen sich nicht. Sie werden später tot aus Bäumen in der Umgebung geborgen.
Bei der Explosion des Flugzeugs brach der Heckstand ab. Der noch in seinem Sitz festgezurrte Heckschütze wurde aus der Maschine geschleudert und stürzte zur Erde. Er durchschlug das Dach eines Hauses sowie die Decke zum ersten Obergeschoss und stürzte in die darunter befindliche Toilettengrube. Er wurde schwer verletzt geborgen, verstarb aber unmittelbar nach seiner Bergung.
Ein abgebrochener, brennender Flügel der der Maschine stürzte auf das Dach des Bauern Heinrichs und setzt es in Brand, das Haus brannte völlig aus.
Alle Toten wurden geborgen und auf dem Friedhof in Mönchengladbach bestattet. Im Juli 1946 wurden sie exhumiert und zur endgültigen Ruhe auf dem Rheinberg British Cemetery beigesetzt.
Zusätzliche Quellen: Theo Boiten, Nachtjagd 1942, Band 3
Ludwig Hügen, Buch: „und stürzten brennend ab“
unten:
Die Absturzgegend bei Gerkerath in der Nähe von Mönchengladbach
links oben:
Der Pilot , Fl/Sgt. John Percy Jolley, RCAF
rechts oben:
Der Bomb Aimer , Fl/Sgt. Henry Arthur Grover, RCAF
links unten:
Der Navigator, Fl/O Leslie Rowland Scourfiled, RCAF