BJ720
Abstürze > der R.A.F.
369 Maschinen starteten am Abend des 16. September 1942 zum Bombenangriff auf Essen. Deutsche Nachtjäger und die Flak begannen schon beim Anflug über Holland mit ihrem Angriff auf die Bomberflotte. 39 Maschinen kehrten nicht zu ihrem Heimathafen zurück. Darunter die Wellington III, BJ720. Sie wurde von der Flak beschossen und stürzte nach unbestätigten Angaben in Wesseling ab.
Die gesamte Besatzung kam dabei ums Leben und wurde auf dem Kölner Südfriedhof bestattet. Darunter auch der W/O, Fl/O Terence William Sutton, der bereits am 17.Mai 1941 einen Absturz über Suffolk unverletzt überstand.
Der Umstand, wodurch die BJ720 abstürzte und wo der genaue Absturzort liegt ist nicht genau bekannt. Die Aussagen und Unterlagen hierzu sind widersprüchlich.
Zusätzliche Bemerkung:
Die einzige Maschine, für die an diesem Tag kein bestimmter Absturzort zuzuordnen ist, ist die BJ720. Es spricht nichts dafür, dass sie in Bottenbroich abgestürzt ist, wie vielfach behauptet wird. Dafür gibt es keinerlei Belege. Das die Totenscheine der Besatzung der BJ720 den Absturzort „Bottenbroich“ aufweisen, ist kein Beleg für die Richtigkeit des Auffindeortes. Vielmehr wurden mehrere tote Besatzungen an diesem Tag ins Lazarett eingeliefert. Da es nicht genau auseinander zu halten war, welche Person zu welcher Besatzung gehörte, erhielten alle den Vermerk „ Absturzort Bottenbroich“.
In den Unterlagen der Flak beim Bundesarchiv RL5/1459 sind mehrere Abstürze verzeichnet, die alle einem Absturzort und einer bestimmten Maschine zuzuordnen sind. Lediglich ein Absturz mit der Ortsangabe „Wesseling“ ist bisher keiner Maschine zugeordnet worden. Es ist im Rahmen des Ausschlussverfahrens sehr wahrscheinlich, dass es sich dabei um die BJ720 handelt.
Jedoch ist weder im Archiv in Wesseling noch in den Archiven umliegender Ortschaften für diesen Tag ein Absturz verzeichnet.
Folglich gilt der Absturz als nicht endgültig geklärt, es liegt lediglich sehr nahe, diesen Absturz der BJ720 zuzuordnen.
Stand der Recherche 13.08.2025
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unten:
Fl/O Terence William Sutton, im Gruppenfoto gekennzeichnet mit einem roten Pfeil.
Quelle:
IBCC
oben:
Die Tagebuchaufzeichnung der Flak vom 16.09.1942 mit der Angabe des Absturzortes Wesseling.
Daneben das Schreiben des Luftgaukommando VI zur Anerkennung des Abschusses für die beteiligten Flak-Batterien.
Quelle:
Bundesarchiv RL5/1458
links:
Zusätzliche Meldung der Kölner Polizei als oberste Luftschutzbehörde zum Absturz am 16.09.1942 in Wesseling
Quelle:
Nationalarchiv Washington T971-0010