43-38604
Abstürze > der USAAF
Die B-17G, 43-38604 erhielt beim Anflug auf das Zielgebiet einen Volltreffer der Falk zwischen den Motoren #1 und #2.Das Flugzeug geriet in Brand und die Flammen umhüllten in Windeseile den gesamten Flügel. Die Maschine kippte nach rechts und machte eine komplette Drehung in der Längsachse, stürzte in einem steilen Winkel nach unten und zerbrach in einer Höhe von von etwa 10.000 Fuß. Ein Motor löste sich von der Tragfläche und stürzte in die Wohnhäuser am Freiheitsring, das Leitwerk mit der Kanzel des Heckschützen trudelte auf einen nahe gelegenen Acker. Die größeren Teile des Flugzeugs stürzten brennend am Ortsrand von Frechen in die Gärten einer Wohnhaussiedlung im Bereich Üsdorfer Straße, An der Waidmaar und An der Fischmar. Die rasch eintreffende Feuerwehr versuchte zuerst, den Brand zu löschen, erkannte jedoch recht schnell, dass sich in dem Wrack noch zwei Bomben befanden, deren Explosion zu befürchten war. Sie forderte die inzwischen eingetroffenen Schaulustigen auf, unverzüglich die Absturzstelle zu verlassen und die sicheren Bunker aufzusuchen. Es zeigte sich bald, das diese Aufforderung gerechtfertigt war, denn mit einer gewaltigen Explosion entzündeten sich die Bomben und ließen ein Trümmerfeld zurück: an fast allen umliegenden Gebäuden waren die Dächer abgedeckt, die Fenster und Türen zerfetzt, die Wände eingedrückt.
Vier Besatzungsmitglieder wurden durch die Explosion aus den Trümmern der Maschine geschleudert und wurden später völlig zerfetzt im Umkreis des Explosionstrichters gefunden. Sie wurden auf dem Friedhof in Bachem beerdigt. Sgt. Heffran und Sgt. Tisdale, die beide über dem linksrheinischen Kölner Stadtgebiet die Maschine verließen, wurden später schwer verwundet in Köln Bickendorf an der Vogelsanger Straße gefunden und ins Reservelazarett Köln Nippes gebracht, wo beide jedoch verstarben. Sie wurden auf dem Kölner Westfriedhof bestattet.
Raymond Tartaglia wurde durch die Explosion durch die Nase des Flugzeugs nach außen geschleudert. Wie durch ein Wunder öffnete sich sein Fallschirm und er landete sicher am Boden. Er konnte sich jedoch später nicht daran erinnern, die Reißleine gezogen zu haben.
S/Sgt Lawson und Sgt. Shrader konnten sich ebenfalls mit dem Fallschirm retten und gerieten am Boden in Deutsche Kriegsgefangenschaft.
zusätzliche Informationen von:
Stadtarchiv Frechen
Hürther Heimat Nr.49/50 aus 1983 "Beiträge aus der Zeit des Nationalsozialismus in Hürth".
Wilhelm Weiss, "Der Luftangriff auf Köln am 15.Oktober 1944" ISBN 978-3-86933-076-1 / 2012
oben links:
Die Flugroute der B-17G, 43-38604 bis zum Absturzort Frechen, nachdem sie auf der rechtsrheinischen Seite von der Flak getroffen wurde.
Quelle: bei "Find a Grave"
oben rechts:
Der Absturzort in Frechen im Gebiet der Üsdorfer Str, An der Fischmaar und An der Waidmaar.
mittlere Reihe links:
das abgebrochene Heckteil der B-17G
mittlere Rehe rechts:
der Deutsche Abschussbericht der B-17G
rechts:
die Crew der B-17G 43-38604
hintere Rehe, von links:
Heffran, Gaines, Bergeron, Beder, Tartaglia
vordere Reihe,von links:
Tisdale, Fragasso, Shrader, Lawson, unbekannt