43-37571
Abstürze > der USAAF
Etwa eine viertel Stunde nach dem Abwurf der Bomben über den chemischen Anlagen von Hannover-Misburg bemerkten andere Flugzeugführer, dass die B-17G von 2nd Lt. Boettcher aufgrund eines Motorschadens langsamer wurde und hinter der Formation zurückfiel. Er meldete über Funk, das die Flak einige Treffer platzieren konnte und inzwischen ein weiterer Motor ausgefallen war. Er bat eindringlich um Unterstützung durch eigene Jagdflugzeuge und würde versuchen, über die Grenze nach Frankreich zu gelangen und dort zu landen.
Diese langsame Maschine war natürlich ein ideales Ziel für die Flak und so erhielt die B-17 weitere Flaktreffer und geriet in Brand. Der Pilot gab den Befehl zum Ausstieg, was auch sieben Besatzungsmitglieder befolgten. Sie erreichten, teilweise verwundet, den sicheren Boden und gerieten in Deutsche Kriegsgefangenschaft.
Warum der Pilot und der Co-Pilot die Maschine nicht mit dem Fallschirm verließen, kann nur vermutet werden. Vielleicht versuchten sie noch eine Bruchlandung, was aber misslang. Die B-17G schlug in der Nähe von Ameln bei Gut Meerhof auf freiem Feld auf und brannte völlig aus. Aus dem Wrack wurden die völlig verkohlten Reste der beiden Piloten geborgen und an Ort und Stelle in einem Feldgrab bestattet.
oben:
Die B-17 G , 43-37571 "Dottis Taxi" bei einem früheren Bombenangriff
Quelle: American Air-Museum
links:
die geplante An- und Rückflugroute beim Angriff auf die Anlagen in Hannover-Misburg
Quelle: 351st.org
unten:
der Absturzort zwischen Ameln und Gut Meerhof
links:
die sogenannten "Bruchunterlagen", eine Aufzeichnung über Abschüsse feindlicher Flugzeuge
links unten:
Tagebucheintrag der Fak über den Abschuss der B-17G bei Ameln
Quelle:
Bundesarchiv RL5/1452