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43-22027 - Luftkriegsarchiv Köln

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43-22027

Abstürze > der USAAF

Am Morgen des 02.Frebruar 1945 starten vom amerikanischen Feldflughafen Bretigny in Frankreich zwanzig Maschinen vom Typ  A-20 zum Angriff auf Brücken und Bahnanlagen in Euskirchen,  20 km östlich des Rheins. Darunter auch die A-20-J, 43-22027 der 409th Bombergroup/ 642nd Bombing Squadron. Die vierköpfige Besatzung setzte sich zusammen aus dem Piloten, Capt. Charles Anderson Hunton, den beiden Gunnern, S/Sgt. Warren Harvey und S/Sgt. James Edwin „Buddy“ Odom sowie dem Bombardier 1st Lt. Lyle Norman Procknow.

 
Kurz nach dem Bombenabwurf über dem Ziel in Euskirchen geriet die Maschine, die in ca 10.000 Fuß Höhe flog,  in heftiges deutsches Flakfeuer. Ein direkter Flaktreffer in unmittelbarer Nähe des Cockpits setzte die Maschine in Brand und riss den größten Teil des rechten Flügels ab. Das Flugzeug drehte sich darauf hin zur Seite, touchierte beim Abtauchen eine andere, auf gleicher Höhe fliegende Maschine und trudelte in einer Spirale nach unten. Es schlug in der Nähe von Liblar auf freiem Feld auf und brannte vollständig aus.

 
Zuvor gelang es 1st Lt. Procknow , das Flugzeug in einer Höhe von 7.000 Fuß mit dem Fallschirm zu verlassen. Er landete in einer Baum- und Heckengruppe, wobei er sich am Bein und am Fuß verletzte. Er wurde von Deutschen Soldaten gefangen genommen und aufgrund seiner Verwundungen ins Reservelazarett nach Köln-Hohenlind eingeliefert und später ins Lazarett Hoffnungsthal bei Rösrath überstellt. Am 14.02.1945 wurde er ins Stalag Luft XI B nach Fallingbostel eingeliefert. Dieses, inzwischen völlig überfüllte Gefangenenlager,  wurde am 16.04.1945 von britischen Truppen befreit.

 
Am Absturzort in Liblar wurden zwei völlig verkohlte Leichen geborgen und als „unbekannte Soldaten“ zunächst auf dem katholischen Friedhof in Liblar beerdigt. Nach dem Krieg wurden die beiden Toten exhumiert und als S/Sgt Harvey und S/Sgt Odom identifiziert und zusammen auf dem Arlington National Cemetery zur letzten Ruhe gebettet.

 
Die sterblichen Überreste des Piloten, Cap. Hunton wurden später von amerikanischen Truppen geborgen und auf dem Ardenne American Cemetery in Belgien bestattet. Es deutet einiges darauf hin, dass er bei dem Flaktreffer in Cockpitnähe aus der Maschine geschleudert wurde und daher nicht in unmittelbarer Nähe des Absturzortes aufgefunden wurde.

oben:
Eine DOUGLAS A-20-J Havoc



links:
Zweiter von rechts:  1st Lt. Lyle Norman Procknow, der einzig Überlebende des Absturzes.
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