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42-3406 - Luftkriegsarchiv Köln

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42-3406

Abstürze > der USAAF

Beim Rückflug vom Bombenangriff auf Gelsenkirchen geriet die B-17 in den Wirkungskreis der Flak. Ein Volltreffer in die Nase des Flugzeugs führte zu einer Explosion im Inneren der Maschine. Sie geriet in einen sofortigen, nach links gerichteten Sturzflug, worauf der an seinem Arbeitstisch stehende Navigator, 2nd Lt. Pochily, schlagartig nach vorne durch das Glas der Nasenkuppel geschleudert wurde.
 
Ebenso erging es wenige Sekunden später dem Bombenschützen. 2nd Lt Butler. Er wurde just in dem Moment nach draußen geschleudert, als die Maschine über Hommerich in der Luft explodierte. Er zog an der Reißleine seines Fallschirms und landete, stark am Fuß verwundet, mitten in einem Deutschen Militärlager. Diese Beiden waren die Einzigen, welche die Explosion überlebt hatten. Sie gerieten beide in Deutsche Kriegsgefangenschaft und kehrten nach dem Krieg in ihre Heimat zurück.
 
 
Sgt. Brucks wurde in der Nähe von Lindlar tot aufgefunden, er flog nur einen einzigen Einsatz. Seit dem 01. Juni 1942 in England stationiert, versah er dort einen Job innerhalb der Militärverwaltung des Flugplatzes. Aber sein Bestreben war es immer gewesen, als Air-Gunner an Bord einer B-17 zu fliegen. Einen Tag vor dem Angriff schrieb er seinen Eltern voller Stolz, das sein Wunsch am folgenden Tag in Erfüllung gehen würde.

 
2nd Lt.Bolte, der Pilot 1st Lt. Cunningham und S/Sgt. Roberts wurden in der Nähe von Forsbach tot aufgefunden. S/Sgt. Gotscher wurde mit mehreren schweren Verletzungen geborgen und ins Krankenhaus nach Köln-Deutz gebracht. Seine Verletzungen waren jedoch so schwer, das er noch am gleichen Tag dort verstarb.
 
Alle Toten, außer S/Sgt. Roberts, der in Lindlar beerdigt wurde, wurden auf Kölner Friedhöfen zur letzten Ruhe gebettet. Nach dem Krieg wurden alle exhumiert und in die USA überführt.

oben:
Die Absturzgegend um Hommerich bei Lindlar

darunter:
Der Absturzort der B-17 in Hommerich


dritte Reihe:
Sterbefallnachweis und Todesbescheinigung für S/Sgt Gotcher

unten links:
Sgt. Robert L. Brucks
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