42-31111
Abstürze > der USAAF
Nachdem die B-17 "Four Aces-Pat Hand" ihre Bomben auf das Ziel Leverkusen abgeworfen hatte, beobachteten mehrere Augenzeugen aus anderen Flugzeugen, das die Maschine zurückfiel und an Höhe verlor. Sie flog mit offener Bombenklappe, aber mit funktionierenden Motoren und drehenden Propellern aber schaffte es nicht, am Wendepunkt nach Westen mit dem zurückfliegendem Bomberstrom mitzuhalten. Sie verlor immer mehr an Höhe, bis sie in der tief hängenden Wolkendecke verschwand. Es wurden auch keinerlei Fallschirmspringer gesichtet...
Gegen 12:30 beobachteten Augenzeugen am Boden, das die B-17 im Niederfeld bei Büderich bei Rheinkilometer 751,9 in den Rhein stürzte. Es wurden keine Überlebenden gefunden und auch keine Fallschirmspringer gesichtet. Der Absturz in den Rhein wurde von der Feuerwehr Büderich im Kriegstagebuch festgehalten, hier wird angegeben, das die Maschine von der Flak abgeschossen wurde.
Warum die B-17 nach dem Abwurf so schnell an Höhe verlor, wird ein Geheimnis bleiben. Angeblich soll die Maschine etwa zwei Minuten vor dem Zielpunkt Leverkusen einen Flaktreffer in der Nähe des dritten Triebwerks erhalten haben. Ob dieser frühe Flaktreffer wichtige Teile der Maschine außer Gefecht gesetzt hat oder die Sauerstoffversorgung in der Maschine getroffen hat, kann nur spekuliert werden. Letzteres würde dafür sprechen, warum niemand die Maschine mit dem Fallschirm verlassen hat.
So kommt die ganze Besatzung bei dem Absturz ums Leben, niemand wurde bis heute gefunden und alle gelten weiterhin als vermisst.
Ich habe intensiv recherchiert, ob in den ersten Jahren nach dem Krieg Wrackteile der B-17 aus dem Rhein geborgen wurden. Aufzeichnungen darüber gibt es nicht oder nicht mehr, auch Augenzeugen können sich an eine solche Bergung nicht erinnern. Somit wird das Schicksal der B-17 42-31111 und ihrer Besatzung für immer ungelöst bleiben.
Mein Dank gilt besonders Herrn Zimmermann vom Wasser- und Schifffahrtsamt Neuss, der sich sehr um die Aufklärung dieses Absturzes bemüht hat.
Ebenso danke ich Frau Sandra Wittig vom Archiv in Meerbusch für die Überlassung der Unterlagen der Büdericher Feuerwehr.
oben:
Die Absturzgegend bei Büderich
darunter:
der Absturzort bei Rheinkilometer 751,9
links:
Der Pilot, 2nd Lt Donald Noxon
links:
der Co-Pilot, 2nd Lt George D. Giovannini