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42-29954 - Luftkriegsarchiv Köln

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42-29954

Abstürze > der USAAF

183 B-17 Bomber starteten von verschiedenen Flugfeldern in England zu einem Angriff auf die Ölraffinerien in Bochum,
Gelsenkirchen und Recklinghausen. 133 erreichten schließlich zwischen 08:45 und 09:25 Uhr das Ziel und luden ihre Bomben über
dem Zielgebiet ab. Darunter auch die B-17 „ Devil´s Angel“ mit ihrem Piloten, Captain William Wroblicka.

Schon während des Angriffs wurde die B-17 von Deutschen Jägern unter Beschuss genommen. Zwei Jagdmaschinen feuerten auf die
Maschine, die daraufhin mit zwei brennenden, linken Motoren aus der Bomberformation ausscherte. Ein weiterer Angriff auf die
schon waidwunde B-17 traf den hinteren Rumpfbereich. Die 20mm-Geschosse explodierten im Inneren des Flugzeugs und töteten
dort S/Sgt Kratzer und S/Sgt Jonson.

Der Pilot ordnete den Ausstieg aus der Maschine an, sechs Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Fallschirm retten und
gerieten in Deutsche Kriegsgefangenschaft.
Das Flugzeug schlug bei Hemmerich in der Nähe von Bornheim auf freiem Feld auf und brannte aus, vier Besatzungsmitglieder
wurden tot aus dem Wrack geborgen und als „unbekannte Soldaten“ auf dem Friedhof in Bornheim bestattet. Im März 1946
wurden Sie von einem amerikanischen Gräberkommando exhumiert und in die Vereinigten Staaten überführt.

Der Abschuss der B-17 „Devil´s Angel“ wurde Oberfeldwebel (OfW.) Detlef Lüth vom 4./JG 1 zugesprochen. Es war sein 34.
Abschuss. Lüth selbst kam am 06.März 1944 im Alter von 23 Jahren bei einem Luftkampf mit einer B-17 bei Barnsdorf in
Niedersachsen ums Leben.

Insgesamt gingen bei diesem Angriff 23 B-17 verloren, zwei weiter Maschinen wurden durch Beschuss so schwer beschädigt, das
sie nicht mehr repariert werden konnten.

oben:
Die Gegend des Absturzes der B-17

darunter:
Der Absturzort bei Hemmerich

links:
Die Crew der B-17

unten links:
Auszug aus dem Flaktagebuch vom 13.08.1943
mit dem Eintrag des Abschuss durch Ofw. Lüth.

rechts unten:
Dokument über die Erstgrablage der Toten in Bornheim
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