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42-23604 - Luftkriegsarchiv Köln

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42-23604

Abstürze > der USAAF

  
Die C-47, 42-2360 " Sad Sack" startet in der Nähe von Paris zu einem Versorgungsflug zu den vorrückenden amerikanischen Streitkräfte zum inzwischen wieder hergestellten Flugplatz in Eschwege/Deutschland. An Bord sind vier Besatzungsmitglieder und 5.000 pounds Gasolin. Die Maschine erreicht ohne Probleme Eschwege, geht doch der gesamte Flug über inzwischen von den  Amerikanern besetztes Gebiet.
In Eschwege wird die Fracht entladen und es soll so schnell wie möglich wieder nach Frankreich gehen, wo die Maschine wieder beladen und zum nächsten Versorgungsflug starten soll.

Aber dann passiert etwas, was nicht passieren durfte. Irgendwer aus der Crew kennt einen oder mehrere Jungs, die auf dem Flugplatz in Eschwege Dienst haben. Es sind junge Soldaten vom 258th Quarter Master Companie ( 258th QM Rhd Co.).... und diese fünf jungen Männer werden eingeladen zu einem Flug nach Paris. Sie willigen ein, schließlich ist man ja am gleichen Tag wieder zurück. Und in dem ganzen Durcheinander auf dem Flugfeld wird ihre Abwesenheit nicht weiter auffallen.......

So startet die C-47, jetzt mit neun Personen an Bord Richtung Paris.......aber man hat den Rückflug nicht genau genug geplant und fliegt sehr tief auf Köln zu. Auf jeden Fall kommt die Maschine dem inzwischen enger werdenden Ruhrkessel, in dem die Reste der deutschen Wehrmacht eingeschlossen sind, zu nahe. Die rechte Rheinseite, etwa ab Siegburg, ist seinerzeit noch in deutscher Hand.  Und genau hier wird die Maschine von der deutschen Flak erkannt und beschossen. Ein Volltreffer sprengt die linke Tragfläche weg und das Flugzeug stürzt brennend bei Köln Porz-Wahn in der Nähe einer Kiesgrube ab. Beim Aufprall explodiert sie und brennt völlig aus, niemand hat diesen Absturz überlebt.
Die völlig verbrannten Leichen werden einen Tag später geborgen und in einem Gemeinschaftsgrab in Porz-Wahnheide beigesetzt.

Monate nach Kriegsende werden die Leichen exhumiert, jedoch ist eine sofortige Identifizierung der einzelnen Personen nicht möglich. Erst 1949 wird der letzte aus der Besatzung einwandfrei identifiziert. Einige aus der Crew werden auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof in Margraten in Belgien bestattet, andere in die USA überführt.  





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